The Book of Wannsee: Chapter One: Storm at Wannsee Contemporary
- Curated by Avi Feldman
- Sep 18
- 3 min read
Updated: 1 day ago
We are very excited to share new works with you in a solo exhibition at Wannsee Contemporary.
6 of September – 15 of November, 2025
HOURS: Thur: 12:00 – 15:00, Fri: 14:00 -16:00, Sat: 12:00-14:00, And by appointment
Chausseestr. 4614109 Berlin Wannsee

Text by Dr. Avi Feldman:
The exhibition The Book of Wannsee: Chapter One: Storm presents a new body of works by New York–based artist Hinda Weiss, developed during her residency on the island of Schwanenwerder in the summer of 2025. Through photography and video, Weiss probes the layered histories of Wannsee and its surrounding landscapes, weaving together the outlandish combination of past and present violence and leisure.
Weiss’s lens is attuned to thresholds: between lake and land; antiquity and fabrication; visibility and disappearance. Storms—both literal and metaphorical—form the structuring motif of this first chapter. In her images, skies sweep over waters, boats, trees, and architectural remnants. The storm becomes a figure for history itself: sudden, brutal and a constant reminder of life's fragility.
Situated in a place marked by beauty and destruction, Weiss’s work resists monumentalization. Instead, her practice draws viewers into an intimate gaze that acknowledges the undercurrents of power and danger embedded in the Wannsee landscape. She reanimates fragments of the everyday as she charges them with new meanings. In doing so, Weiss suggests that the past is never fully settled but continuously shapes what is yet to come.
On this backdrop, Weiss finds herself reflecting on the deconstructed landscapes of her childhood growing up in the city of Jerusalem. There, dispossessed Palestinian houses are often perceived merely as vague relics of the past. Weiss writes: “While sitting beside the serene Wannsee lake, a place where others have sat during times of war before me, I notice the wind changing. I find myself in the eye of a storm - my thoughts juxtaposing between wars in Europe and the destruction of Gaza.”
The exhibition also includes video and photography from the installation ‘Erysimum (Wallflower)’ created by Hinda Weiss and Avi Feldman for Kunsthaus Dahlem, June 2025. Within the specific history and context of the building of Kunsthaus Dahlem, Erysimum (Wallflower) is a reflection on how a building, constructed for an artist working in service of Nazi propaganda, changes its purpose and significance through time. The exhibition’s overall exploration of architecture, nature and the human figure imagines a future after the storm embodied in the power of resistance.
The Book of Wannsee: Chapter One: Storm | Hinda Weiss
Die Ausstellung „The Book of Wannsee: Chapter One: Storm“ präsentiert neue Werke der in New York lebenden Künstlerin Hinda Weiss, die während ihres Aufenthalts auf der Insel Schwanenwerder im Sommer 2025 entstanden sind. Mit den Medien Fotografie und Video erkundet Weiss die vielschichtigen Geschichten von Wannsee und seiner Umgebung, indem sie Spuren vergangener Gewalt mit gegenwärtiger Freizeitkultur und Politik verwebt.
Weiss’ Blick ist auf Schwellen gerichtet: zwischen See und Land, Beständigkeit und Erosion, Sichtbarkeit und Verschwinden. Stürme – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn – bilden das strukturierende Motiv dieses ersten Kapitels. In ihren Bildern gleiten Himmel über Wasser, Boote, Bäume und architektonische Fragmente hinweg. Der Sturm wird zu einer Figur für die Geschichte selbst: plötzlich, brutal und ein beständiger Hinweis auf die Zerbrechlichkeit des Lebens.
An einem Ort, der gleichermaßen von Schönheit wie von Zerstörung geprägt ist, widersteht Weiss der Monumentalisierung. Stattdessen zieht ihre Praxis die Betrachter:innen in einen intimen Blick, der die Schichten von Macht, Schönheit und Gefahr anerkennt, die in der Landschaft des Wannsees eingeschrieben sind. Sie belebt Fragmente des Alltäglichen neu, indem sie diese mit neuen Bedeutungen auflädt. So deutet Weiss an, dass die Vergangenheit niemals vollständig abgeschlossen ist, sondern fortwährend das prägt, was noch kommen wird.
Vor diesem Hintergrund reflektiert Weiss auch über die rekonstruierten Landschaften ihrer Kindheit in Jerusalem. Dort werden verlassene palästinensische Häuser oft nur als vage Relikte der Vergangenheit wahrgenommen. Im Ringen um die Vorstellung einer zukünftigen Landschaft schreibt Weiss: „Ich bemerke, wie sich der Wind dreht. Während ich am stillen Wannsee sitze – einem Ort, an dem auch andere in Zeiten des Krieges vor mir saßen –, befinde ich mich im Auge eines Sturms; meine Gedanken schwanken zwischen Berlin und dem unrechtmäßigen Krieg gegen Gaza.“
Die Ausstellung umfasst zudem Video- und Fotoarbeiten aus der Installation Erysimum (Wallflower), die Hinda Weiss gemeinsam mit Avi Feldman auf Einladung des Kunsthaus Dahlem im Juni 2025 entwickelt hat. In Bezug auf die spezifische Geschichte und den Kontext des Gebäudes des Kunsthaus Dahlem reflektiert Erysimum (Wallflower) darüber, wie ein Bauwerk, das ursprünglich für einen Künstler im Dienst der NS-Propaganda errichtet wurde, im Laufe der Zeit seine Funktion und Bedeutung wandelt. Die Auseinandersetzung mit Architektur, Natur, Skulptur und menschlicher Figur eröffnet eine Vorstellung von einer Zukunft nach dem Sturm – verkörpert in der Kraft des Widerstands.